Ungewöhnliche Amphibien
Hässliche Amphibien zwischen Wasser und Erdreich
Der Axolotl behält äußere Kiemen, der Titicaca-Wasserfrosch trägt starke Hautfalten und manche Frösche verbringen fast ihr ganzes Leben unter der Erde. Diese Körperformen sind keine Stufen einer Entwicklung. Sie gehören zu unterschiedlichen Arten und Lebensweisen.

Im Wasser atmen: drei unterschiedliche Körper
Axolotl werden meist geschlechtsreif, ohne ihre aquatische Jugendform abzulegen. Ihre äußeren Kiemen bleiben sichtbar, auch wenn sie Sauerstoff zusätzlich auf anderem Weg aufnehmen können. Beim Titicaca-Wasserfrosch vergrößern Hautfalten die Kontaktfläche zum Wasser und unterstützen den Gasaustausch.
Der Chinesische Riesensalamander wiederum hat einen breiten, abgeflachten Körper und lebt in Fließgewässern. Alle drei sind Amphibien, doch 'Wassertier mit seltsamer Haut' wäre keine ausreichende Erklärung. Wassertemperatur, Sauerstoff und die Entwicklung der jeweiligen Art sind entscheidend.
Warum nicht jeder Frosch weit springen muss
Der indische Purpurfrosch bleibt den größten Teil des Jahres im Boden. Sein kompakter Körper und die spitze Schnauze passen zum Graben; nur zur Fortpflanzung taucht er kurz auf. Der Schwarze Regenfrosch aus Südafrika ist rundlich und besitzt kurze, kräftige Beine. Auch er gräbt, statt das typische Bild eines langbeinigen Teichfroschs zu erfüllen.
Der Schutzbedarf lässt sich nicht am Gesicht ablesen. Begrenzte Verbreitung, Veränderungen des Lebensraums und Belastungen des Wassers treffen die Arten unterschiedlich. Die Beurteilung muss deshalb für jede Art und ihren konkreten Lebensraum erfolgen.
Diese Amphibien entdecken
Die Kurznotizen vergleichen Merkmale und verlinken Quellen. Das ausführliche Axolotl-Porträt ist bereits verfügbar; weitere folgen nach Prüfung.

Purpurfrosch
Ein rundlicher Körper und eine spitze Schnauze passen zu seinem Leben im Erdreich.
Quelle: Zoological Society of London
Axolotl
Er behält seine äußeren Kiemen als erwachsenes Tier und lebt dauerhaft im Wasser.
Quelle: American Museum of Natural History Porträt lesen
Titicaca-Wasserfrosch
Seine Hautfalten vergrößern die Fläche für den Gasaustausch im Wasser.
Quelle: Zoo Berlin
Chinesischer Riesensalamander
Ein flacher Körper und gefaltete Haut passen zu seinem Leben im Wasser.
Quelle: London Zoo
Schwarzer Regenfrosch
Sein runder Körper und die kurzen kräftigen Beine eignen sich zum Graben.
Quelle: American Museum of Natural History