Ambystoma mexicanum · Wasserlebender Salamander
Axolotl: ein erwachsenes Tier mit äußeren Kiemen
Der Axolotl ist ein mexikanischer Salamander, der normalerweise geschlechtsreif wird, ohne seine äußeren Kiemen zu verlieren oder das Wasser zu verlassen. Der breite Kopf und die gefiederten Anhänge sind keine Fehlbildung. Sie gehören zu einem ausgewachsenen Tier, dessen Lebenszyklus anders verläuft als bei vielen verwandten Salamandern.

Was ist ein Axolotl, und wo lebt er?
Ambystoma mexicanum ist ein Amphibium aus der Familie der Querzahnmolche, kein Fisch. Die Art stammt aus dem Seensystem des Tals von Mexiko. Die Umgestaltung der Seen und das Wachstum der Stadt haben den Lebensraum stark verkleinert. Wild lebende Tiere sind heute vor allem mit den Kanälen und Feuchtgebieten von Xochimilco verbunden.
In freier Wildbahn sind Axolotl gewöhnlich dunkel und gesprenkelt. Das hilft ihnen, am Gewässergrund weniger aufzufallen. Die hellrosa, weißen oder goldenen Tiere auf vielen Fotos sind meist Zuchtformen. Ihr Aussehen sollte nicht als Standardbild der verbliebenen Wildpopulation verstanden werden.
Warum bleiben die Kiemen erhalten?
Viele Salamander entwickeln sich von einer Wasserlarve zu einer stärker landlebenden Form. Axolotl erreichen normalerweise die Geschlechtsreife, während sie Merkmale der Larve behalten. Diese Form der Entwicklung heißt Pädomorphose. Dazu gehören die äußeren Kiemen, der Flossensaum am Schwanz und das Leben im Wasser.
Die Kiemen vergrößern die Fläche für den Gasaustausch. Haut und Lungen können ebenfalls Sauerstoff aufnehmen. Eine Metamorphose lässt sich unter ungewöhnlichen hormonellen Bedingungen auslösen; sie ist aber kein gewöhnlicher oder wünschenswerter Schritt in der Haltung eines gesunden Tieres.
Was frisst er, und was kann er nachbilden?
Ein Axolotl saugt kleine Beute mit Wasser in sein Maul. Würmer, Insektenlarven, kleine Krebse und Fische gehören je nach Angebot dazu. Im verbliebenen Lebensraum beeinflussen Wasserqualität und eingeschleppte Fische, ob er genügend Nahrung und geschützte Plätze findet.
Axolotl können Gliedmaßen und Teile weiterer Gewebe regenerieren. Deshalb werden sie in der Entwicklungsbiologie erforscht. Die Fähigkeit macht sie nicht unverwundbar. Verletzungen, Infektionen und schlechte Wasserbedingungen können schwerwiegende Folgen haben; Regeneration ist kein Grund, ein Tier unnötig zu belasten.
Warum sind wilde Axolotl trotz Haustierhaltung bedroht?
Viele Tiere leben in Aquarien und Forschungseinrichtungen. Das schützt die Wildpopulation in Xochimilco jedoch nicht automatisch. Verlorener Lebensraum, verschmutztes Wasser und eingeführte Fische, die konkurrieren oder Jungtiere fressen, belasten die kleine verbliebene Population. Die Art gilt in freier Wildbahn als vom Aussterben bedroht.
Für den Schutz zählen sauberes Wasser, geeignete Kanäle und Rückzugsräume sowie die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort. Das bekannte rosa Gesicht kann Interesse wecken, doch wichtiger ist die Verbindung dieses Salamanders zu einem stark veränderten Gewässersystem.
Warum er zu den hässlichen Tieren zählt
Kopf und Kiemen entsprechen nicht dem vertrauten Bild eines erwachsenen Salamanders. Gerade diese Merkmale eröffnen eine gute Frage zur Entwicklung und zum Leben im Wasser.