Zum Inhalt springen
Ugly Animals

Lophius piscatorius · Lauerjäger am Meeresgrund

Seeteufel: Ein getarnter Angler am Meeresboden

Lophius piscatorius ist ein breitköpfiger Anglerfisch des östlichen Atlantiks und angrenzender Meere. Er drückt sich auf Sand, Kies oder Schlamm und bewegt einen umgebildeten Flossenstrahl wie eine Angel. Nähert sich Beute dem gewaltigen Maul, endet die reglose Tarnung in einem schnellen Angriff.

Seeteufel mit abgeflachtem Kopf und breitem Maul
Fleckige Haut und Fransen verbergen den Umriss, während sich der Köder über dem Maul bewegt.

Welcher Fisch ist der Seeteufel?

Der Handelsname kann mehrere Lophius-Arten bezeichnen und wird in manchen Regionen sogar für nicht verwandte Engelhaie verwendet. Diese Seite behandelt Lophius piscatorius, den Weißen Seeteufel der europäischen Fischerei. Der wissenschaftliche Name verhindert, dass Tiere mit anderer Biologie und Bewirtschaftung vermischt werden.

Kopf und Körper sind von oben nach unten abgeflacht. Das riesige Maul öffnet sich nach vorn. Schuppenlose Haut und gefranste Anhänge lösen den Körperrand gegen den Untergrund auf.

Wie lockt und fängt er Beute?

Der erste Strahl der Rückenflosse ist zu einer beweglichen Angel mit fleischiger Spitze umgebildet. Der Seeteufel bewegt sie über dem Maul, während sein Körper eingegraben oder still bleibt. Der kleine Reiz ist auffälliger als der getarnte Jäger.

Kommt ein Fisch oder Krebstier nahe, öffnet sich das Maul sehr schnell und zieht Wasser samt Beute hinein. Nach hinten gerichtete Zähne erschweren die Flucht. So bewältigt der Seeteufel relativ große Beute ohne lange Verfolgung.

Wo lebt Lophius piscatorius?

Das Gebiet reicht von Barentssee und Island südwärts durch den nordöstlichen Atlantik bis ins Mittelmeer, Schwarze Meer und an die nordwestafrikanische Küste. Nachweise liegen über einen großen Tiefenbereich von ungefähr 20 bis 1.000 Metern vor.

Neben Sand und Schlamm nutzt die Art Kies, Muschelschill und Fels. Braun, Grün und rötliche Muster wechseln mit dem Hintergrund. Deshalb können Fotos derselben Art erstaunlich unterschiedlich aussehen.

Ist Seeteufelfischerei nachhaltig?

Ein einziges weltweites Urteil zum Namen auf der Speisekarte wäre irreführend. Europäische Anlandungen enthalten sowohl Lophius piscatorius als auch den Schwarzen Seeteufel Lophius budegassa. Bewirtschaftungsgebiete unterscheiden sich in Bestandslage und Fischereidruck.

Für eine aktuelle Entscheidung braucht man Art, Fanggebiet, Methode und regionale Empfehlung. Naturkunde ersetzt keine Bestandsanalyse. Diese Trennung verhindert zugleich, dass eine allgemeine Beschreibung als Gütesiegel für jedes angebotene Produkt missverstanden wird.

Warum er zu den hässlichen Tieren zählt

Riesiges Maul, lose Haut und flacher Körper wirken außerhalb des Grundes sonderbar. Dort bilden sie Tarnung, Köder und Saugapparat.

Quellen und Nachweise